Dienstag, 11. November 2008

Intermezzo: Sommer 2008


Dies ist unser Bus, der gar nicht gern unter voller Beladung einen Höhenunterschied von über tausend Metern überwindet und uns trotzdem tapfer zur Familie auf den Berg in der Schweiz getragen hat! Immerhin wird er bald zwölf Jahre alt...
Ob er DIESE Aussicht ebenso genossen hat wie wir, wissen wir nicht. UNS hat sie jedenfalls sehr gefallen. Von den Dimensionen des Fußballspiels und der Walderforschung ganz zu schweigen.
Unsere Familie dort hat ein Chalet in Rufweite ihres uralten Hofes, welches ein paar Jahre leer stand und nun von uns für die Dauer einer guten Woche bevölkert wurde. NIRGENDS habe ich je solche Stille und sternklare Nächte jenseits des lichtverschmutzten Rheinlandes erlebt wie dort auf dem Berg.
Was das Chalet nicht hat? Strom. Und fließendes Wasser. Also ist hier auf dem Bild nicht nur die gasbetriebene Deckenbeleuchtung zu bewundern, sondern auch der Herd, der gleichzeitig die Zentralheizung darstellt. Hinten die Treppe zu den Schlafgemächern auf dem Dachboden und die Tür zum Plumpsklo. Frisches Wasser stand im Vorraum eiskalt in Milchkannen zur Verfügung, angeliefert mit dem Trecker und den Ideenreichtum bezüglich der Verwendungswege befördernd.
Ausflüge machten wir auch. Zu Fuß...
...und mit dem Auto: in mein geliebtes Biel...
...an einen Moorsee...
Schubs! ;)

Und dann in eine etwas verrücktere Gegend: dort laufen mitten in den Schweizer Bergen nordamerikanische Büffel herum, Menschen sitzen in Baumwipfeln und lachen sich kaputt. Elf Meter Höhe waren dort mal grade gar nix für die gesamte kletterbegeisterte Familie Krawall!

2 Kommentare:

sam hat gesagt…

Schöne Bilder, schwindelfreie Kinder...
Schade, dass sich die Gasse in Biel nicht grossklicken lässt, die sieht interessant aus!
So eine kleine Hütte in mittlerer Berghöhe, das ist ein alter Traum von mir. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob ich den wirklich werden lassen soll.
Einen Brunnen fände ich schon wichtig, dazu bräuchts' einen Traktor o.ä. zum Schneeräumen im Winter und Strom auch in irgendeiner Weise, Generator, Solar... Internet über Satelit oder wie auch immer.
Bin schon lang am Rumgrübeln. Und wenn ich dann am Berg bin und da steht wieder so eine Alm mit Blick in den Süden hinaus, herrgott wies mich da immer reisst.
Wovon lebt man da oben, das ist die Frage, die sich zuerst stellt!

kvinna hat gesagt…

Soll ich ehrlich sein? Dich stell' ich mir in so einer Hütte vor wie einem Fisch im Wasser: nämlich absolut in deinem Element. Unsere Familie dort lebt vom Wald und davon, dass sie den Milchviehnachwuchs der Talbauern großziehen. Und wünscht sich einen Fernsehbildschirm so groß wie die Wohnzimmerwand...
Wind- und Sonnenkraft nutzt der Eigentümer des Nachbarchalets für seinen persönlichen Strombedarf und "unsere" Behausung hat einen Regenwasserspeicher. Leider ist das Wasser wegen der Dachbeschichtung, deren Name mir gerade entfallen ist, nicht mehr trinkbar und wegen des langen Leerstandes auch noch äußerst übelriechend. Ansonsten wär' das kein Problem mit der Pumpe am Spülbecken... ;)